Ideenwerkstatt „Wünsch‘ Dir was!“

Liebe Besucher des Forums,

vom 1. März 2013 bis 5. April 2013 (verlängert bis 17. April 2013) öffnete dieses Forum seine Pforten, damit Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen der Öffentlichkeit mitteilen konnten. Dieses Forum blieb in diesen Wochen für Ihre Beiträge, Meinungen und Diskussionen geöffnet und wurde danach geschlossen.
Alle Ideen und Wünsche werden am 18. April 2013 um 17.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses im Rahmen eines Werkstatt-Tages vorgestellt und diskutiert. Wir laden Sie dazu schon jetzt herzlich ein.

Ihr Moderatoren-Team


Bitte beachten Sie die folgenden Rahmenbedingungen, die zur Schaffung des Kunstobjektes bedeutsam sind.

Standort des Kunstprojekts:
Park am Bahnhof / Fläche der ehem. Kurverwaltung
Bestand Kiosk:
Erhaltung; Teilabriss oder Abriss möglich
Einsetzbare Medien:
Strom (nur für lichttechnische Ausgestaltung)
Restriktionen:
Wasser, Abwasser, Feuer, Strom für sonstige technische Darbietungen
Anforderungen:
bespielbar, lichtecht, witterungsbeständig, unanfällig gegen Vandalismus, Haltbarkeit mindestens 10 Jahre, umweltverträgliche Materialien
Realisierungskosten Kunstobjekt:
max. 50.000 € netto aus Mitteln der Städtebauförderung

  1. Katharina Witt 1. März 2013 um 14:28

    ich wünsche mir das in das alte häusschen ein Mc Donalds rein kommt denn , es ist sehr nahe am Bahnhof deshalb würden bestimmt viele kunden kommen und es wäre auch toll weil in fürstenberg/havel und in weiter nähe kein Mc Donalds vorhanden ist.

  2. Christine Just-Kascha 2. März 2013 um 13:25

    Wir wohnen seit eineinhalb Jahren in Fürstenberg und haben dieses kleine Häuschen schon immer sehr hübsch gefunden.
    Meine Idee ist dort Kunst zu verkaufen und auszustellen, die aus der Region kommt. Es gibt hier so viele Künstler wie Maler, Bildhauer usw.
    Ich könnte mir vorstellen, diese Kunst dort auszustellen und zu verkaufen.
    Abends könnten die Räume für Veranstaltungen genutzt werden.

  3. Jürgen Gröschl 12. März 2013 um 14:06

    Fürstenberg/Havel ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom damaligen Bürgermeister, Hofrat Max Frick, zu einem prächtigen Tourismusstandort entwickelt worden. Selbst ein Foto aus den frühen 30-iger Jahren zeigt dieses Gebäude als „Städtische Kurverwaltung“ harmonisch in die Parkanlage eingebunden. Das touristisch tragende Element ist für mich auch das Entscheidende. Wie wäre es mit einer offenen Empfangshalle, die in Wort und Bild, selbstverständlich auch unter Zurhilfenahme digitaler Technik, wie man sie von Infopointern in vielen Museen etc. kennt. Die offene Empfangshalle erhielte man durch Abbruch der vorderen Wände zwischen den Natursteinpfeilern und Öffnung der Seitenwände. Selbstverständlich ist, dass die Zu- und Abgänge rollstuhlgerecht ausgeführt werden.Um der Moderne auch den Raum zu geben, könnte das komplette Dach durch eine gewölbte Glaskonstruktion ersetzt werden, die das Tageslicht zur Stromkostenminimierung nutzt.
    Zudem wäre sicher auch Platz für kleine Präsentationen einheimischer Künstlerinnen und Künstler, wie meine Vorkommentatorin bereits vorschlug. In der Mitte der Halle würde auch ein Stadtrelief passen und auf dem Platz vor der Halle kann ein bildender Künstler eine Skulptur (vielleicht der Fürsti) als sichtbares Begrüßungszeichen setzen.
    Das wird sicherlich mit 50.000,00 € nicht zu machen sein. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut – jedoch fast abgerissen(niedergebrannt). In einem Satz formuliert: „Ich bin für den Erhalt des Gebäudes.“

  4. Rainer Elsner 13. März 2013 um 18:53

    „Galerie am Bahnhof“ oder „Kunst am Bahnhof“

    Auch ich wünsche mir, dass das Gebäude in der historischen Form erhalten bleibt. Als Nutzung könnte ich mir vorstellen, dass die Räume für unsere „Volkskünstler“ kostengünstig als Galerie oder für Lesungen bereitgestellt werden. Gewerbliche Nutzer die evtl. hauptberuflich kunstschaffend sind, sollen die Möglichkeit zur Miete erhalten.
    Über Eintrittsgelder oder Spenden am Eingang könnten Teile der Unterhaltskosten „erwirtschaftet“ werden. Auch ein Imbisangebot muß möglich sein.
    Schön wäre, wenn es zum Offenhalten Möglichkeiten gäbe, die vergleichbar mit der Stadt-Bibliothek sind.(Kunstverein)

    Die jetzigen Fensteröffnungen sollten so hergestellt werden, dass auch bei verschlossenen Räumen ein guter Einblick in die beleuchtete „Kunstgalerie“ möglich ist. Die Räume müssen verschließbar sein, sollten aber durch die austellenden Künstler oder Mieter so oft wie möglich auch von innen begehbar und erlebbar werden.

    Gleichzeitig sollten diese Räume quasi ein Vorposten unseres Tourismusbüros darstellen, mit einsprechendem Informationsmaterial.

    Genauso gut könnte ich mir einen Fahrradverleih, zum Beispiel für Elektrobikes oder auch für Behinderten gerechte Fahrzeuge vorstellen, ebenso wären Elektro-Mietmobile die mit Solarstrom kostengünstig geladen werden und auf dem Bahnhofsvorplatz abholbereit stehen um zum Beispiel die Stadt und nähere Umgebung zu erkunden.
    Über eine Solaranlage mit Speichermöglichkeit, könnte man die Stromversorgung für die nächsten 20 Jahre kostenneutral gewährleisten. (alternativ an einem anderen Standort und Gebäude der Stadt Fürstenberg)
    Da das Kurhaus im Schatten der Bäume steht, könnte man die Solaranlage zum Beispiel als Kunstobjekt gestalten. Weithin sichtbar über die ersten Bäume hinweg installiert.

    So würde man die historische Kuverwaltung mit der Moderne verbinden und unseren Besuchern die Aufgeschlossenheit unserer Stadt zeigen.

    • Rainer Elsner 17. März 2013 um 19:23

      Alternativvariante.

      Als kostengünstigste Variante könnte ich mir inzwischen auch vorstellen, das Gebäude in seinem jetzigen Zustand zu erhalten. Dachreinigung- (notfalls Neudeckung), Rückbau des Eingangsvorbaus. Die Innenräume für kommunale Aufgaben zu nutzen, Lager oder einfacher Versammlungsraum, Treffpunkt für Stadtführungen oder ähnliche Veranstaltungen, oder Fremdvermietung.

      Die Außenfassade könnte mit alten Stadtansichten von Fürstenberg verschönt werden, z.B.: durch die Grafitti-Künstler die auch die Trafostationen unser Region gestalten.
      Oder die Anbringung von Infotafeln passend zum bestehenden Konzept, die bereits als freistehende Variante am Bahnhofsvorplatz stehen.

      Vor dem Gebäude könnte eine Bronzeplastik entstehen – „Fühlbare Stadtansicht auch für Seebehinderte“

      Im Gebäude läst sich Wlan-Point einrichten. An der Fassade kann mit „Barcode“ Symbolen zur Homepage der Stadt Fürstenberg bzw. zur Seite des Tourissmusbüros verwiesen werden.
      Es wird zukünftig immer mehr Nutzter geben, die über Ihr Smartphone dieses Angebot nutzten können. Dieses Angebot ist 24 h nutzbar absolut vandalismussicher und fast kostenlos.

      Rainer Elsner

  5. Gudrun Lomas 19. März 2013 um 21:13

    Ich würde gern eine andere Idee einbringen. Unter dem Motto „Schöner Twittern in Fürstenberg“ könnte man aus dem Gebäude mit entsprechend künstlerischer Gestaltung ein „Vogelstimmenhaus“ entwickeln, in dem man in einem künstlerisch kontemplativ gestalteten Raum die Stimmen der einheimischen Vögel hören kann. Das wäre aus meiner Sicht gerade für ankommende Touristen eine sehr originelle Art, empfangen zu werden, den Streß hinter sich zu lassen und auf die Stärken der Region zu verweisen. Wenn vor dem Haus auch noch eine witzige zum Thema passende Installation oder Skulptur dazukäme, wäre aus meiner Sicht alles perfekt. Gudrun Lomas

  6. Familie Heymann (Villa Kunterbunt) 22. März 2013 um 17:14

    Wir können uns vorstellen, daß in dem Häuschen Vitrinen mit Infos und Wegweisern sowie Veranstaltungsangebote zur Gedenkstätte installiert werden.
    Auch könnte das Tourismusbüro regelmäßig dort Aushänge von interessanten Veranstaltungen, Möglichkeiten von Rad-, Boots- etc.-Touren anbringen und auch das Forstmuseum könnte sich dort vorstellen mit aktuellen Veranstaltungshinweisen.
    Unsere Devise: so informativ wie möglich. Und so wenig Angriffsmöglichkeiten für evtl. Vandalen wie möglich. Auch wenn z.B. das Tourismusbüro lieber hätte, dass die Leute dorthin kommen, so sollte dennoch jede zusätzliche Info-Möglichkeit genutzt werden.
    Tschüss – Christine und Dieter (Pensky-)Heymann

  7. Reimund Alheit 24. März 2013 um 19:52

    Schon viele sehr gute Ideen!
    Zum Thema habe ich mir ein paar grundsätzliche Gedanken gemacht – hoffentlich nicht zu grundsätzlich.

    Das Gelände zwischen Bahnhof und Havel stellt städtebaulich und architektonisch mit dem Bahnhof, der Kurverwaltung, dem Park, dem sowj. Ehrenmal, den bürgerlichen Häusern und der Havel als Entree zur Stadt eine Gesamtanlage dar, um die andere Städte Fürstenberg beneiden können. Diese besondere Bedeutung und die Einmaligkeit der Gesamtanlage liegt sozusagen im Dornröschenschlaf und muss wieder erweckt werden.
    Reisende passieren diesen Ort fast zwangsläufig und nehmen ihn bei jeder An- und Abreise unbewusst wahr – er ist präsent und er ist Teil Fürstenbergs. Allerdings ist der Ort zurzeit mit keiner Bedeutung besetzt – ein Nicht-Ort, nicht positiv und nicht negativ.

    Kurverwaltung und Umgebung sollten sowohl dem Besucher ein Bild von Fürstenberg vermitteln als auch von den Bewohnern Fürstenbergs besucht, genutzt und ‚belebt‘ werden.
    Die zukünftige Gestaltung sollte ankommende oder abreisende Besucher über Geschichte und Gegenwart der Stadt informieren – jederzeit öffentlich zugänglich. Fürstenberg als Stadt mit einer vielschichtigen Vergangenheit und die Kurverwaltung inmitten historischer Stätten (Bahnhof, Kurverwaltung selbst, Bürgerhäusern, Sowjetischen Ehrenmal, Havel-Wasserstraße etc.) sollte über diese reiche Historie der Stadt dem Besucher offen und ehrlich berichten. Und damit auch an die zum Teil schmerzhafte Vergangenheit mit ihren Widersprüchen identitätsstiftend heranführen. Zusätzlich sollte auch über die besondere natürliche Lage (drei Seen) und ihre Bedeutung informiert werden. Dabei sollten die historischen Elemente der Ausstellung als Kristallisationspunkte deutscher Geschichte in und durch Fürstenberg dargestellt werden.

    Eine zweite Aufgabe der Neugestaltung ist es, diesen Raum wieder zum aktiv genutzten, geschätzten und geschützten Raum der Fürstenberger zu machen. Zu einem Ort, der im Leben der Menschen wieder eine Bedeutung hat und von ihnen genutzt und geschützt wird. Ein Raum, an dem sich immer wieder die Bürger treffen werden, ein der Ort, der Kommunikation in der Stadt fördert und identitätsstiftend ist.

    Um die Ziele der Neugestaltung zu erreichen, könnte ein Ausstellungskonzept auf zwei ‚virtuellen Ebenen‘ umgesetzt werden: Die Ebene ‚Außenbereich‘ sollte eine ständige Ausstellung der Stadtgeschichte beinhalten (kurze Texte zu den folgenden Themen: z.B. Frühgeschichte und Besiedelung, die natürliche Lage Fürstenbergs – Wasserstadt, das bürgerliche Fürstenberg, Nationalsozialismus und Ravensbrück, Hauptquartier Nordwest(?) der Roten Armee, Tourismus im Wandel der Zeit).
    Die Ausstellungsebene ‚Innenbereich‘ wird innerhalb der früheren Kurverwaltung durch wechselnde Ausstellungen zu aktuellen Bezügen der Stadt Menschen an diese Lokalität binden (drei bis vier Ausstellungen pro Jahr zur Stadtentwicklung, Vereine, Kunst, Wasser, Stadt, Tourismus etc.). Tagsüber sollte der Innenbereich geöffnet sein.

    Diese Form der Gestaltung von Kurverwaltung und Umgebung bezöge historische und städtebauliche Bezüge ein, würde Besucher über Fürstenberg informieren und würde den Ort einer Nutzung durch die Bürger zu führen.
    Vieleicht kann man so Dornröschen wachküssen?

    Und es ist natürlch klar, dass die ehemalige Kurverwaltung erhalten bleiben muss – hier schließ ich mich gerne den anderen Ideengebern an.

    • W. Meinow 27. März 2013 um 9:25

      Wunderbar – Sie vergessen nur eines – es müssen für diese Ideen GEldgeber gefunden werden. Die Stadt kann (will?) aus finanziellen Gründen dieses Objekt mit keinem Cent und keiner Stunde Arbeitskraft mehr unterstützen, Also bitte noch mal weitergehende Gedanken machen, woher das Geld zur Umsetzung Ihrer sehr guten Ideen kommen soll. Ansonsten droht die Abrißbirne!!!
      Gruß
      Meinow

      • Reimund Alheit 29. März 2013 um 13:07

        Hallo Frau Meinow,

        danke für Ihre aufmunternde und zugleich mahnende Antwort! Gerne möchte ich hierauf antworten. Zu Beginn wird eine mögliche konkrete Umsetzungsvariante stehen und im Anschluss werde ich auf die Finanzierungsmöglichkeiten eingehen.

        Umsetzungsvariante:
        Der Platz und das Gebäude werden transparent und offen gestaltet. Grundsätzliche Eingriffe in den Park, insbesondere in den alten Baumbestand, wird es nicht geben. Gleichzeitig wird der Park zunächst teilweise, später optional als Ganzes in das Kunstprojekt einbezogen.

        Das Ausstellungskonzept auf zwei ‚virtuellen Ebenen‘:
        Die Ebene ‚Außenbereich‘ wird eine ständige Ausstellung durch mehrere Stahlstelen zu Themen der Stadtgeschichte beinhalten (z.B. Frühgeschichte und Besiedelung, die natürliche Lage Fürstenbergs – Wasserstadt, das bürgerliche Fürstenberg, Nationalsozialismus und Ravensbrück, Hauptquartier Nordwest (?) der Roten Armee, Tourismus; pro Stele ein Thema).
        Die Stelen (z.B. 40-50cm x 200-250cm) werden in größeren Abständen um das Kurverwaltungsgebäude herum platziert und sind ganzjährig jederzeit begehbar.
        Sie sind durch energiesparende LED-Leisten schwach beleuchtet, so dass die Installation auch im Dunkeln wahrnehmbar ist und als Orientierungspunkt dient (auch im übertragenen Sinne). Besucher können somit jederzeit diesen Ausstellungsbereich begehen und sich über Fürstenberg informieren. Dieser Außenbereich ist witterungsbeständig gestaltet und benötigt keine besondere Wartung oder Pflege, so dass nur geringfügige Unterhaltungskosten anfallen werden.
        Alternativ zu den Stelen könnten auch anders gestaltete Metallplastiken die Funktion der „Textträger“ übernehmen. Dies hängt von Künstler und Kosten ab.
        Es werden zu Beginn fünf Stelen/Plastiken installiert. Fünf weitere Sockel mit Stromversorgung sollten zusätzlich vorgesehen werden, um in Zukunft weitere Stelen/Plastiken im Park schnell und kostengünstig aufstellen zu können. Die zusätzlichen Stelen/Plastiken könnten über Spendenmittel oder Sponsoring finanziert werden.

        Die Ausstellungsebene ‚Innenbereich‘ wird innerhalb der früheren Kurverwaltung durch Ausstellungen zu aktuellen Bezügen der Stadt Menschen an diese Lokalität binden.
        Hierzu wird die ehemalige Kurverwaltung durch große Fensterflächen hin zur Straße und an einer Querseite transparent gestaltet werden, über rückwärtige Dachflächenfenster wird Tageslicht von oben in den Raum gelassen, das den Eindruck der Offenheit und Transparenz unterstützt. Zusätzlich wird dieser Raum für kleine kulturelle Veranstaltungen, Vorführungen, Spieleabend, Lesungen etc. genutzt.
        Tagsüber wird dieser Innenbereich geöffnet sein, nachts nicht. Der Innenbereich der Kurverwaltung wird mit energiesparenden Leuchten leicht erhellt sein. So wird man nachts von außen durch die Fenster einen Blick auf die innen befindliche und leicht beleuchtete Ausstellung werfen können.

        Diese Form der Gestaltung von Kurverwaltung und Umgebung bezieht historische und städtebauliche Bezüge ein, informiert Besucher über Fürstenberg und führt den Ort einer Nutzung durch die Bürger zu. Die leichte Beleuchtung während der Dunkelheit führt zu einer Präsenz des Ortes und wertet den Bereich zwischen Bahnhof und Innenstadt auf.
        Übrigens, perspektivisch betrachtet, könnte so im Kurpark unter den alten Bäumen ein zweiter ‚Park‘ entstehen – ein WasserStadtKulturStelenPark!

        Und jetzt zur spannenden Frage der Finanzierung dieses Konzeptes.
        Diese ist dann gesichert, wenn sich Stadt und Bürger gemeinsam auf drei Grundsätze einigen:
        1. Die 50.000€ sind ausschließlich für die Beschaffung der Kunst und der direkt damit verbundenen Kosten von Baumaßnahmen vorgesehen
        2. Die Stadt übernimmt die allgemeinen Kosten für die Sanierung des Kurverwaltungsgebäudes
        3. Bürger engagieren sich mit Spenden und tätiger Arbeit für das Projekt
        Konkret bedeutet dies z.B. Stelen, Sockel und Texte werden durch 50.000€ abgedeckt.
        Die allgemeine Sanierung der ehemaligen Kurverwaltung übernimmt die Stadt (hier sollten z.B. Baumaterialien gesponsert werden). Die zusätzlichen bzw. neuen Fenster gehören entweder zur Grundsanierung oder aber werden durch Sponsoring von Fensterbaufirmen oder Glasereien kostenlos oder erheblich reduziert abgegeben und eingebaut. Man könnte auch vielleicht 5.000€ von dem Kunstbudget zuschießen.
        Bürger beteiligen sich an der Gestaltung ihres neuen Platzes durch Spenden oder aber durch das Arbeit: Verlegen von Elektrokabeln, Erstellung der Stelensockel, Anlegen von Wegen, Malerarbeiten am Gebäude etc. Fürstenberg lädt Politiker aller Ebenen ein wirbt auch bei Ihnen um Spenden und um weitergehende Unterstützung.
        Die Unterhaltungskosten:
        Für das Auf- und Abschließen des Gebäudes sind die Ausstellungsbetreiber selbst verantwortlich, ebenso für die Präsenz von Personal während der Öffnungszeiten und die Reinigung des Gebäudes, der Ausstellungsbetreiber ist verpflichtet, eine Versicherung gegen Schäden für die Zeit der Ausstellung abzuschließen.
        Weitere Stelen/Plastiken werden durch Spenden und Sponsoring finanziert werden (Bürgerengagement).
        Die Stromkosten belaufen sich für die Nachtbeleuchtung auf weniger als 300€ pro Jahr.
        Wenn dieses Projekt zu einem Bürgerprojekt wird und von Stadtverordnetenversammlung und Verwaltung unterstützt wird, wenn dieses Projekt auf viele Schultern intelligent verteilt wird und es ein gemeinsames Wollen in Fürstenberg gibt, ist die Finanzierung problemlos möglich.

        Viele Grüße
        Reimund Alheit

  8. Michael Wittke 29. März 2013 um 14:23

    Das Verfahren der Bürgerbeteiligung ist ganz wunderbar. Die geringe Beteiligung zeigt, dass die Aufgabe sehr schwierig ist. Die Bedingungen sind:
    – Das Haus ist klein. Es können sich nur wenige Menschen darin gleichzeitig aufhalten.
    – Einmalig dürfen nur 50.000 Euro ausgegeben werden
    – Der Betrieb darf die Stadt gar nichts kosten
    – die Gefahr mutwilliger Zerstörungen und Beschädigungen ist unvermeidbar.
    Das schränkt alle Fantasie stark ein, da bleibt nicht viel. Man muss zunächst fragen, warum Menschen an diesem Gebäude vorbei kommen, was sie für Ziele haben und Interessen.
    Die größte Gruppe FÄHRT hier vorbei und ist nicht geneigt, anzuhalten. Die zweitgrößte Gruppe GEHT hier vorbei; es sind die Pendler und die wollen rasch zum Zug oder nach Hause. Die drittgrößte Gruppe sind Gäste der Stadt. Sie kommen vom oder gehen zum Bahnhof. Sie haben im Bahnhof und auf dem Weg dorthin ausreichende Möglichkeit, fürs leibliche Wohl zu sorgen. Niemand braucht oder duldet hier einen weiteren Kiosk. Menschen, die ihren Zug erreichen wollen, brauchen auch keine Information mehr. Sie wollen nach Hause oder zum nächsten Ziel.
    Wer könnte also hier anhalten, stehen bleiben, gucken und lesen wollen?
    a) Die stabilste Gruppe, die hier täglich und ganzjährig herumsteht, sind Fahrgäste, die auf den Bus warten. Die beiden Buswartehäuschen sind winzig und zugig oder stinken. Die Wartezeiten sind lang. Busfahrgäste könnten sich für das Gebäude interessieren, wenn es für die Öffentlichkeit geöffnet wird.
    b) Interessieren könnten sich auch Gäste der Stadt, die vom Zug aus in den Ort streben. Diejenigen, die schon ein klares Ziel haben, beispielsweise ihr Quartier aufsuchen oder das Boot erreichen wollen, fallen als Nutzer jedoch aus. Ansprechen würde das Objekt aber ankommende Gäste, die noch kein klares Ziel, aber Zeit haben und sich deshalb orientieren wollen und können. Auch Gäste der nahen Gastronomie könnten einen Abstecher machen und einen Blick ins Objekt werfen.
    Aus A und B ergeben sich sehr einfache und klare Anforderungen an die Nutzung:
    – Das Haus muss offen und zugänglich sein; gleichzeitig muss es sauber und sicher sein
    – Es muss einem Dutzend Menschen gleichzeitig Steh- und Sitzplätze bieten (Sitzplätze für die Busfahrgäste) Dabei müssen Sitz- und Steh&Guck-Bereich getrennt sein, um den Individualabstand der Menschen zu respektieren und Unwohlsein zu vermeiden.
    – Es muss Informationen über die Stadt und die Region bieten:
    o Festinstallierte („Ausstellung, Plakate)
    o Mitnehmbare (Flyer, Prospekte)
    o Digitale (WLAN-Router, öffentliches PC-Terminal mit Internetverbindung)
    o Ggf. fühlbare (Tastmodell für Sehbehinderte)
    c) Es gibt noch eine dritte Nutzergruppe: die durch die Stadt spazierenden Gäste. Also solche Menschen, die vor Ort Quartier genommen haben sowie Tagesausflügler, die noch auf ihrem Rundgang sind. Für sie ist das skizzierte Angebot ebenfalls interessant.
    In der Nacht müsste das Haus verschlossen werden. Die Nutzungsschwerpunkte „Wartehäuschen“ und „Information“ würden sich saisonal verschieben. Eine ganzjährige Nutzung wäre gegeben.
    Um Reinigung und Wartung zu gewährleisten sollte vor allem die OVG und/oder der VBB gewonnen werden. Das Angebot könnte auch durch Plakatwerbung finanziert werden (nach dem WALL-Konzept in Berlin etwa, City-Light; die müssten aber draußen hängen). Zwischen finanzierender Werbung und tourismusrelevanter Information entsteht aber nur zu leicht schon platzmäßig und vom Ambiente her ein Zielkonflikt.
    Am realistischsten erscheint die Einordnung des Gebäudes als ganz besonderes Wartehäuschen der OVG / VBB. Vielleicht würde auch die AWU werbewirksam das Gebäude in ihr Sponsoring einordnen und die Entsorgung (und Reinigung?) sicherstellen. Interesse an diesem Objekt könnten neben der OVG auch die beiden benachbarten gastronomischen Betriebe haben (wer hier wartet oder sich informiert, nimmt auch gerne ein Getränk dazu oder mehr).

  9. W. Meinow 29. März 2013 um 20:59

    Um das Gebäude eh. Kurverwaltung zu erhalten, müssen Betreiber mit einem auf viele Jahre finanziell abgesichertem Konzept gefunden werden, die auch alle anfallenden Kosten übernehmen
    1) Lösungsmöglichkeit für Haus-Erhalt =

    Variante A – das Haus pachtet ein Vereins-Dachverband, dem möglichst viele Fürstenberger eingetragene Vereine angehören und nutzen nach Absprache ganzjährig das Haus (Art kleines Kulturhaus für die interessierte Bürgerschaft) mit zusätzlichen Sommerangeboten für Gäste unserer Stadt, wie
    a) Aufladung E-Fahrräder und Internetstützpunkt als Service für Reisende (ohne Arbeitskraft möglich)
    b) kleinem touristischen Serviceangebot
    c) Weiteren Angeboten wie Ausstellungen (Fotos, Bilder, Ansichtskarten, Kunst im weitesten Sinn, usw.)

    Variante B – zusammengeschlossene, auch einzelne Künstler pachten /kaufen das Haus und nutzen es für sich und die interessierte Fürstenberger Bürgerschaft. In der Tourismussaison bieten sie den ankommenden Gästen den Service wie unter A) a bis c), auch gern Vogelstimmenhaus, usw.. möglich

    Variante C – es findet sich ein anderer Träger (z. B. Mahn- und Gedenkstätte? / Regio-Nord?, Fürstenberger Sponsorenzusammenschluß?) iund man einigt sich auf Inhalte

    Variante D – ggf. auch Umbau zu einem Wohnhaus (vermieten/verkaufen)

    2) Außengeländegestaltung /Äußeres am Haus
    Kurhaus außen an Seiten und ggf Rückwand mithilfe der e-dis-artefix-Künstler künstlerisch besprayen lassen (Blick alter Ansichtskarten, Seerosen, Kaffenkahn usw.)

    Platz vor dem Haus =
    Kleinen pflegeleichten Springbrunnen errichten
    Findlinge zum Sitzen drumherum platzieren
    Ins Pflaster einlassen mit bunten Pflastersteinen (fast mosaikartig) Vergrößerungen der gefundenen Goldmünzen, auch ggf. Fürsti,
    ins Pflaster einlassen eine wetterfeste Baumscheibe mit allen wichtigen Daten aus der Fürstenberger Geschichte (Rest bis 3000 v.u.Z. = erste Siedler lebten hier = künstlich zufügen)
    Bei Nutzung Variante D – touristische Hinweise auf außen stehenden Tafeln anbieten

    • Anke Domscheit-Berg 3. April 2013 um 13:05

      Der Vorschlag 1-A zum Erhalt des Hauses durch Weiternutzung wurde von einer Gruppe Fürstenberger Bürgerinnen und Bürger gemeinsam entwickelt. Einige Details zu diesem Vorschlag möchte ich als Mitglied dieser Gruppe und Vertreterin des Havel:Lab (gegenüber dem Kurhäuschen) ergänzen:

      * eine Lösung für Einrichtung und Betrieb eines Freifunk/WLAN Zugangs existiert bereits, sie kann kostenfrei und haftungsfrei für das Kurhäuschen angeboten werden, das Havel:Lab würde das übernehmen

      * die FAHRRADTANKSTELLE für E-Fahrräder soll Fürstenberg für neue Formen des Fahrradtourismus attraktiver machen. e-Fahrräder brauchen ein dichtes Netz an Tankstellen. In Fürstenberg sieht es damit schlecht aus. In anderen Orten (Referenzen liegen vor) haben Energieversorger das Sponsoring für eine kostenfreie eFahrrad-Tankstelle zur lokalen Tourismusförderung übernommen. Der Zugang kann von außen sein, ist also auch ohne Hauszugang möglich. Während das Fahrrad (angeschlossen) auflädt, können Touristen die Stadt besichtigen oder Essen gehen.

      * außerdem gehört zum Konzept noch eine KULTURTANKSTELLE – das ist ein existierendes kostenfreies Angebot in Verbindung mit einem WLAN, bei dem drahtlos freie Multimediainhalte (auch regionale Musik, Vogelstimmen, Wegweiser, ortsbezogene Geschichten, Fotos, Filme) heruntergeladen werden können. Die Organisation und Umsetzung kann auch das Havel:Lab übernehmen (natürlich kostenfrei). Diese Informationen können touristische, kulturelle, historische und sonstige Inhalte sein, die auch regelmäßig aktualisiert werden können. Dazu genügt ein Internetzugang.

      * Um die laufenden Kosten des „Vereins-Kunst-Kulturhauses“ zu minimieren, sind die verfügbaren Mittel v.a. in eine energetische Sanierung zu investieren. Strom und warm Wasser können durch eine Solaranlage auf dem Dach bereitgestellt werden, Energieverluste werden durch neue Fenster und Wärmedämmung reduziert.

      Ein Kurhäuschen, das auf diese Weise zukunftsorientiert gestaltet ist: mit neuen Energien, elektronischen Kultur-/Informationsangeboten, WLAN und Fahrradtankstelle paßt zu einer Stadt, die mit der Zeit geht und auch künftig für Touristen jeden Alters attraktiv sein möchte. Es würde Geschichte, Gegenwart und Zukunft in sich selbst verbinden. Ein Abriss wäre traurig und ein enormer Geschichtsverlust für die Stadt.

      Die äußere Umgestaltung sollte sich (schon aus Budgetmitteln) begrenzen auf einfache Sachen, es muss keine große Stele sein oder ein ganzer Stelenwald. Findlinge, die zum Sitzen einladen und vielleicht ein (wie am Marktplatz) mit Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gestaltetes schönes Pflaster reichen völlig, vor allem dann, wenn das Häuschen durch seine energetische Umgestaltung selbst schon zum Blickfang wird.

      Fürstenberg hat eine lebendige Zivilgesellschaft. Aber ein gemeinsam genutzter Raum in zentraler Lage fehlt ihr bisher. Jung und Alt könnten sich hier engagieren, in der Tourismussaison auch gemeinsam mit Besuchern der Stadt. Die räumliche Nähe zum Havel:Lab gegenüber ermöglicht auch die Einbindung zusätzlicher Workshopräume zum Beispiel für die Durchführung von Workshops für Kinder und Jugendliche (vom Outdoor-Stricken bis zum 3D-Drucken).

      FINANZIERUNG

      * Umbau des Häuschens und Vorplatzes – mit den Mitteln des Wettbewerbs
      * Fahrradtankstelle – Sponsoring (ideal Energieversorger)
      * WLAN/Freifunk – Sponsoring durch Havel:Lab
      * Kulturtankstelle – Aufbau durch Havel:Lab (kostenfreies Basisangebot der Piratenpartei)
      * laufender Betrieb:
      ** Stadt erhebt keine Miete/Pachtzins von den Vereinen und übernimmt Steuern und Abgaben (z.B. Versicherungen)
      ** die Nutzer kommen auf für Müll, Wasser, Energie (kostenarm durch Solarnutzung), Wärme, notwendige Renovierungen (Eigenleistung)
      ** Einnahmen durch Vermietung für kommerzielle Wochenend/oder Kurzfristnutzung (z.B. Wildkräuterverkauf, Regionalmarkt, kommerzielle Workshops, Kinderbetreuung)
      ** Einnahmen durch Entgelte bei Veranstaltungen der Vereine für externe Besucher
      ** nach Verrechnung mit Einnahmen verbleibende Kosten: Umlage auf alle beteiligten Vereine (und damit vermutlich sehr niedrige Einzelkosten pro Verein)

      Wir würden uns freuen, wenn weitere Bürgerinnen und Bürger aus Fürstenberg und Umgebung dieses Konzept unterstützen und mithelfen, das Kurhäuschen zu erhalten!

    • Werner Müller 15. April 2013 um 9:05

      Ich bin 1944 in Fürstenberg geboren und komme noch des öfteren mit der Bahn in das kleine Städtchen. Solange ich denken kann, gehört der kleine Pavillon am Bahnhof einfach zur Stadt. Mit den im Kommentar von W.Meinow geäußerten Vorschlägen könnte ich mich richtig einverstanden erklären. Wichtig ist aber, daß wenigstens
      einzelne Gedanken auch umgesetzt werden und der Pavillon mich auch in Zukunft begrüßt.

  10. Kerstin Seidel 30. März 2013 um 12:20

    Ich würde mir einen KUNST-KIOSK wünschen, mit wechselnden Verkaufs-Ausstellungen von Künstlern u. Kunsthandwerkern aus Mecklenburg u. Brandenburg. Vieleicht in Zusammenarbeit mit den Verband bildender Künstler Brandenburgs oder auch mit dem Künstlerhof Menz, der Werkstatt Hedwig Bollhagen und Ähnlichen. Der Verkauf sollte natürlich die Kosten tragen. Eine solche Galerie stünde Fürstenberg, auch als Touristenstadt ,sicher gut zu Gesicht.

  11. Anke Domscheit-Berg 3. April 2013 um 13:27

    Neben einem Hauptvorschlag (siehe Idee W. Meinow und meine Antwort dazu) möchte ich noch einen separaten Vorschlag für die Vorplatzgestaltung des Kurhäuschens einbringen:

    *** ein Riesenfahrrad – jährlich bunt eingestrickt ***

    Fürstenberg ist ein Zentrum des Fahrradtourismus, bald sogar mit einer einmaligen Fahrradherberge an der Havel. Diese Stärke können wir noch mehr heraustellen und sichtbarer machen. Dazu schlage ich vor, ein überdimensionales Fahrrad (2-3 fache Größe eines normalen Fahrrads) als eine Metallskulptur auf den Vorplatz zu stellen. Es wäre ein schöner und ortsbezogener Blickfang und als einfach und stabil gebaute Metallskulptur auch recht sicher gegen Vandalismus.

    Besonders schön wäre es, wenn man das Fahrrad in einer gemeinsamen Community Aktion jedes Frühjahr neu gestalten würde – z.B. durch buntes Bestricken. Das sogenannte „Guerillastricken“ wird weltweit von Menschen jeden Alters ausgeübt, ist jedes Mal ein attraktiver Blickfang und führt bei größeren Aktionen zu Medienaufmerksamkeit und Extra-Tourismus.

    Gemeinsame Aktionen stärken wiederum Kontakte in der Zivilgesellschaft untereinander, in diesem Fall auch altersübergreifend. Aber man könnte auch Aktionen für Touristen daraus machen – nichts spricht dagegen, dass Besucher der Stadt selbst ein kleines Strickwerk am Fahrrad befestigen. Derartige Projekte haben in teils großen Dimensionen überall auf der Welt mit großem Erfolg stattgefunden, z.B. wurde die Brücke von Cambridge in England eingestrickt von der Bevölkerung, oder die Riesentreppe der Kathedrale von Helsinki, auch die Haupteinkaufsstrasse von Wiesbaden wurde so verschönert. In manchen Orten wurden Bäume im Stadtpark und besonders verbreitet auch Fahrradständer bunt eingestrickt. Wer das gern sehen möchte, kann im Internet in der Google Bildersuche die Stichwörter „guerillaknitting“ oder „guerillastricken“ eingeben. Wenn man „bicycle“ oder „Fahrrad“ dazu schreibt, dann findet man auch Bilder von eingestrickten Fahrrädern.

    Diese Art von erneuerbarer Kunst wird selten durch Vandalismus zerstört und wenn doch mal, ist das leicht zu reparieren oder zu ersetzen. Das Material ist witterungsbeständig (siehe der seit einem Jahr eingestrickte Baum gegenüber vom Kurhäuschen). Die Kosten für Wolle sind nicht hoch, da sich billiges Acrylgarn besonders anbietet. Auch ein Sponsor dafür dürfte sich leicht finden lassen.

    Erfahrung in anderen Orten zeigt, dass solche Aktivitäten auch ansteckend wirken. Es könnte nach und nach mehr Guerillastricken in der Stadt auftauchen. Wir könnten eine Stadt werden, in der diese Art von Kunst auf farbenprächtige und fröhliche Weise das Stadtbild mitprägt – Kunst, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern (ja, auch Männer machen das!) selbst geschaffen wird. Allein so ein großes eingestricktes Fahrrad würde mit Sicherheit zu zusätzlicher Aufmerksamkeit und neuen Besuchern aus Berlin führen.

    Natürlich geht das Riesenfahrrad auch ohne Strickerei drumrum, aber mir gefällt der Gedanke, beides zu tun, am besten.

  12. Reimund Alheit 3. April 2013 um 15:34

    Das Nutzungskonzept für die frühere Kurverwaltung 1-A von Frau Meinow und anderen als „Art kleines Kulturhaus für die interessierte Bürgerschaft“ begrüße ich auch als Nicht-Fürstenberger sehr. Die Trägerschaft eines solchen Kulturhäuschens wünschte ich mir entgegen dem „Mainstream der Entstaatlichung“ nicht bei einem privaten Verein, sondern bei der Kommune! Nur diese kann langfristig dafür sorgen, dass allen interessierten Fürstenberger, Institutionen und Vereine gleichermaßen das Gebäude zur Verfügung gestellt würde.

    Bei der künstlerischen Gestaltung des Außenbereiches bleibt mein Favorit ein Stelen- oder Plastikenpark, dessen Grundlage jetzt gelegt würde und der in Zukunft weiter wachsen könnte.

    Die immer wieder kehrende Gretchenfrage über die Finanzierbarkeit dieses 30qm großen Häuschens an einem wichtigen und ursprünglich sehr schönen Platz Fürstenbergs ist für die Stadtentwicklung nicht zielführend. Hier sollte nicht die Frage stehen, ob dieses kleine Häuschen finanzierbar ist, sondern vielmehr w i e Bürger und Stadt gemeinsam die später ausgewählte Lösung finanzieren werden! Denn keine Frage, das Häuschen muss bleiben.

  13. Celia und Henrik Solf 3. April 2013 um 19:11

    Wir haben den Fürstenberger Bahnhof lange Zeit als Touristen wahrgenommen und leben nun fast fünf Jahre hier – als Pendler. Daher kennen wir zwei Perspektiven mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

    Für Touristen wäre es wunderbar, das Gebäude für eine erste Orientierung nutzen zu können. Wo kann ich hier in der Gegend übernachten? Wo kann ich essen gehen oder Kaffee trinken? Wo kann ich Boote oder Räder ausleihen? Welche Sehenswürdigkeiten gibt es? Wo finde ich Apotheken, Anglerbedarf, einen Fahrradladen oder Einkaufsmöglichkeiten? Hier wäre auch Platz für Historisches und Aktuelles (z.B. Veranstaltungstermine) in Fürstenberg und seinen Ortsteilen. Wichtig wäre es, dass diese Informationen optisch ansprechend sind und auch unabhängig von Öffnungszeiten und Personal zur Verfügung stehen.

    Dafür wäre es denkbar, die markanten Pfeiler des Gebäudes stehen zu lassen und die Zwischenräume durch starke Glaswände zu ersetzen. Diese „Fürstenberger Schaufenster“ können von innen mit thematisch gruppierten „Informationskacheln“ bestückt werden, die die attraktiven Angebote der Region bewerben (diverse Ideen für Gestaltung und Hängung sind vorhanden). Natürlich dürfen bei diesem Informationssystem auch ein Stadt- bzw. Umgebungsplan und entsprechende Verweise nicht fehlen. Mit einem einheitlichen grafischen Konzept und einer eigenen künstlerischen Handschrift, zu der auch die abendliche Beleuchtung (kostensparend durch LED) und Farbsysteme beitragen, wäre so ein Informations-Pavillon der Renner! Die Restaurants, Cafés, Geschäfte und Einrichtungen, die an dieser markanten Stelle für ihr Angebot werben möchten, können mit einem Jahresbeitrag zur Redaktion, Produktion und laufenden Kostendeckung beitragen. Je nach Budget (oder Sponsor) kann das Ganze durch visuelle Präsentationen auf einem Monitor oder Klanginstallationen erweitert werden.

    Das Umfeld des Gebäudes könnte durch eine entsprechende Bodengestaltung (z.B. Farbmosaik mit Umgebungsplan), Sitzgruppen (mit Schild des Spenders) oder Skulpturen aufgewertet werden.

    Das Innenleben des Gebäudes kann weitere Angebote bereit halten, die für Touristen wie Fürstenberger gleichermaßen interessant sind: regionale Produkte, Kunst und Handwerk aus der Umgebung, Postkarten, Pläne und gedrucktes Informationsmaterial zum Mitnehmen. Das ist sicherlich ein Saisongeschäft und die Öffnungszeiten müssten der Nachfrage angepasst werden. Der personelle Bedarf kann aus dem Personenkreis gedeckt werden, der davon profitieren: Wer seine Produkte/Kunst/Informationen anbieten darf, verpflichtet sich dafür zu einer Schicht nach Absprache oder zahlt einen Beitrag. Dafür gibt es Modellbeispiele in anderen Städten.

  14. moderatorenteam 5. April 2013 um 10:08

    Liebe Besucher des Forums,

    vielen Dank für Ihre zahlreichen und ausführlichen Beiträge.

    Wegen der regen Nutzung und interessanten Ideen wird dieses Forum bis zum 17. April 2013 verlängert. Sie haben damit weiterhin die Möglichkeit, Ihre Ideen und Anregungen öffentlich mitzuteilen.

    Alle Ideen und Wünsche werden am 18. April 2013 um 17.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses im Rahmen eines Werkstatt-Tages vorgestellt und diskutiert. Wir laden Sie dazu schon jetzt herzlich ein.

    Ihr Moderatoren-Team

  15. Peter Wittmann 11. April 2013 um 21:02

    Als langjähriger Tourist und seit Okt. 2012 als Neubürger mit Zweitwohnsitz in Fürstenberg möchte ich mich gerne auch zum Thema „Ehemaliges Kurhaus“ äußern.
    Die Planung zur Gestaltung eines städtischen Gebäudes so transparent und bürgernah durchzuführen, finde ich vorbilldlich und motivierend.
    Nun wird in einigen Beiträgen die Kostenproblematik genannt, die von der „Ausschreibung“ her so ist, dass ja kaum etwas Besonderes entstehen kann. Fürstenberg hat aber etwas Besonderes verdient. Ich meine, man sollte mutig, fantasievoll und grenzenlos an dieses Projekt herangehen – nur dann können alle Ideen entstehen. Sich von entstandenen Ideen zu verabschieden ist immer noch wertvoller, als erst gar keine zuzulassen.
    Vielleicht sind einige davon auch irgendwann hilfreich, wenn es um weitere Projekte in dieser Stadt geht.

    Zur Mitte des Raums:
    Dort sind zwei Monitore. Einer zeigt ausführliche Informationen zur Stadt (Tourismus,
    Geschichte, Stadtentwiclung, Umgebung, usw.) Der andere zeigt Texte, die per
    Internet von Bürgern und Gästen geschrieben werden und dort zu lesen sind. Es soll sich um monatlich wechselnde Themen handeln, zu denen sich geäußert wird. So entseht ein vielschichtiges und für alle nachvollziehbares Meinungsbild zu Entwicklungsthemen der Stadt. Außerdem steht in der Mitte ein Modell der Stadt mit der Möglichkeit, sich als „Stadtplaner“ zu betätigen, indem man Häuser entfernen und einsetzen kann oder indem man Plätze schafft oder das Verkehrswesen ändert. (Ob das manuell oder per PC-Simulation sinnvoll ist, weiß ich nicht). So wird die Möglichkeit geboten, sich spielerisch und handhabbar mit der vorhandenen Stadt auseinanderzusetzen und gleichzeit fantasievoll eine Stadt zu erfinden, in der man noch lieber wohnen möchte.

    Zu den Innenwänden:
    Dort soll ein weitgehendes Gesamtbild des gesellschaftlich-kulturellen Lebens der Stadt sichtbar sein. Folgende (und ggf. auch noch andere) Einrichtungen der Stadt bekommen je ca. 2 qm Fläche zur freien Gestaltung mit der Auflage, Inhalt und Form mind. 4mal im Jahr zu ändern: Schule, Vereine, Kirchen, Museen.
    Außerdem muss eine Stellwand für alle Tourismus-Informationen (Flyer u.ä.) zur Verfügung stehen.

    Zu den Außenwänden:
    Dort hängt ein großer ergänzter Stadtplan mit allen Informationen für Touristen und Einheimische.
    Also: Einzeichnungen der Unterkünfte, Geschäfte, Gaststätten, Museen, Anlegestellen, usw.
    Außerdem sind dann noch Flächen frei für künstlerische Gestaltungen der Außerwände.

    Zum Vorplatz:
    Dort stehen Tische und Stühle mit einer kleinen Außengastronomie. „Pipeline“ und „Dampflok“ könnten das gemeinsam machen, damit keine unnötige Konkurrenz entsteht. So wäre zudem das Problem möglichen Vandalismus gelöst.

  16. Andrea Genest 13. April 2013 um 17:12

    Ein Kunst-Pavillion und ein vielfältiger Wegweiser in die Region würden gute Visitenkarten der Stadt sein.

    Zusätzlich möchte ich gern die Idee eines „Regio-Ladens“ einbringen – regionale Produkte für Ankommende, Abreisende und Ansässige.

    Nicht mehr für Schafskäse, Suppen, Konfitüre, Saft, Schokolade, Obst, Gemüse und Brot in alle Richtungen im Norden Brandenburgs und im Süden Mecklenburg-Vorpommerns fahren müssen, sondern an einem zentralen Ort kaufen können.

    Fürstenberg / Havel ist Ausgangspunkt für viele Touristen. Neben der Landschaft und den Freizeitmöglichkeiten sind es regionale, landwirtschaftlich hochwertige Produkte, die viele in dieser Umgebung suchen. Hier können sie sich für ihren Urlaub versorgen – oder bei ihrer Abfahrt gute Produkte aus ihrer Urlaubsgegend mit nach Hause nehmen. Und auch aus der ansässigen Bevölkerung sind sicher viele an einem vielfägligen Angebot regionaler Produkte interessiert. Gleichzeitig wäre der Regio-Laden ein Schaufenster und eine weitere Verkaufsmöglichkeit für die Betriebe in der Umgebung. Die Zulieferung müssten die Betriebe selbst übernehmen. Und vielleicht lassen sich regionale Infrastrukturmittel für die Personalausstattung akquirieren.

    Aus dem Sortiment könnten zusätzlich ansprechende belegte Brote und Getränke für die Ankommenden oder die Zugreisenden angeboten werden.

  17. Robert Philipp (Kommentar per Postweg) 15. April 2013 um 18:00

    Willkommensort für Gäste/Besucher schaffen;
    Stadtplan einschließlich der Ortsteile der Stadt als hochwertige Tafeln oder Relief z.B. auf einen Sockel oder auf dem Boden.

    Informationsort für Gäste/Besucher/Pendler/Bürgerinnen und Bürger;
    leicht und praktisch aktualisierbare Informationstafeln zu touristischen Angeboten, zum örtlichen Gewerbe, zur städtischen Infrastruktur

    – Abriss der Wände zwischen den Gebäudepfeilern
    – Energiearm / eigene Stromversorgung über Solarmodule
    – Vandalismussicherheit
    – Nachhaltigkeit / unterhaltungsarm
    – Attraktivität / Qualität
    – kostenpflichtige Nutzung der künftigen Infoplattform ehemalige Touristinfo

  18. CDU Stadtverband Fürstenberg/Marco Manzke 16. April 2013 um 15:59

    A) Aufgabe/Thema:
    1.
    Neugestaltung der Stadt-Eingangssituation am Bahnhof mit Kunstobjekt
    als Willkommens- und Empfangspunkt um Besucher der Stadt zukünftig willkommen zu heißen und zu leiten,
    2.
    Schaffung einer „Kunst-Attraktion“, eines Eyecatchers als Klein-Ausflugziels zur Bereicherung der Stadt als Anregung zum abendlichen flanieren, spazieren gehen, durchstreifen und erkunden der Stadt für Besucher, Touristen und Einwohner in dessem Zuge als Synergieeffekt die gastronomischen, kulturellen und sonstigen vorhandenen oder noch zu schaffenden Anziehungspunkte und Angebote anschließend besucht und genutzt und zusätzliche Informationen für weitere Ziele und Besonderheiten der Region vermittelt werden können, um die Besucher und deren Kaufkraft in der Region zu halten, zur positiven Wahrnehmung der Stadt, zur Ausbildung eines nachhaltigen, interessanten Eindruckes mit Wiederkehr- und Weitererzähleffekt sowie Alleinstellungsmerkmales/Besonderheit zur Identifikation der Stadt und somit auch zur besseren Vermarktung und Werbung.
    B) Vorschlag:
    Prolog:
    Wir leben in der Marktwirtschaft und im Zeitalter der Information und Medien.
    Jeder und alles lebt davon wie er sich vermarktet, wie er wirbt.
    Marktwirtschaft bedeutet Konkurrenzkampf, hier zwischen Regionen und Städten.
    Es muß und wird um Besucherzahlen gebuhlt, welche den entscheidenden wirtschaftlichen Benchmark, die Kenngröße darstellen in Regionen ohne nennenswerte Wirtschaftszweige, außer dem Tourismus.
    Es ist wichtiger denn je, die Werbeinformation mitzuteilen, ansonsten wird nicht oder zu wenig auf einen zugegriffen.
    Die Anforderungen an eine Touristen-und Besucherregion steigen. Dies betrifft nicht mehr nur das angebotene Leistungsspektrum, sondern auch die Art und Weise der Darstellung und Präsentation von Stadt und Region.
    Attraktionen und Unterhaltungswert, Interaktivität und Eventorientierung sind ebenso gefragt wie kommerzielle Angebote und vor allem eine attraktive Gestaltung.
    Die Stadt hat dazu die Werbebotschaft an den Mann zu bringen, verpackt in attraktiven Besucherzielen, Besonderheiten und Informationsmöglichkeiten.
    Das hat die Wirtschaft generell schon lange erkannt, was an den astronomisch hohen Werbeetats abzulesen ist, die oft um ein vielfaches höher sind als Forschungs- und Entwicklungsbudgets. Auch in Firmengebäuden, Flagstores Repräsentationsgebäuden etc. wird sich werbend und aufsehenerregend selbstdargestellt, was nicht immer den akademischen und intellektuellen subtilen Architekturansichten und Maßstäben entspricht , aber aus den allgegenwärtigen und übermächtigen Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft als logische Zwangsfolge abzuleiten ist und nur so mit wirtschaftlichen Erfolg funktioniert.
    Auf Grund des Wunsches nach etwas besonderem, neuem sowie auch der
    vorherrschenden Reizüberflutung entgegenzuwirken, welche die Menschen
    abstumpfen und „Werbe-Erblinden“ lässt, sind eindringliche und effektvolle
    Werbebotschaften, Besonderheiten gefragt.
    Deshalb ergibt sich die Forderung nach einer auffälligen und unverwechselbaren
    Werbeart.
    Es wird für das Kunstprojekt ein unverwechselbares Aussehen und ansprechender
    Inhalt gestaltet, welches sich als Konzept im gesamten Stadtraum wiederfinden
    lassen kann und eigene Identität mit hohem Wiedererkennungs-und Werbewert
    darstellt, welches die Aufmerksamkeit der Menschen gewinnt und gezielt
    „… auf dieses prächtige Stück Erde…“ , wie Theodor Fontane bereits schrieb,
    hinweist.
    Dies möchte ich hier anhand eines Zitaten unterstreichen.
    Ob damals oder heute, Werbung war und ist zu jeder Zeit notwendig um sich
    erfolgreich zu verkaufen und muß entsprechend ausgeführt werden um die zu
    Bewerbenden auch zu erreichen und sich von anderen abzuheben.
    In einem Spiegel-Interview vom Dezember 2004 mit dem ehemaligen kalifornischen
    Gouverneur Arnold Schwarzenegger gab er folgendes Statement als das Gespräch
    auf seine im Frühjahr 2005 geplante Europa- und Deutschlandreise kam:
    „ Ja, ich geh raus, um für Kalifornien zu werben. Alles kommt darauf an, wie sehr du
    den Rummel anheizen kannst. Die Welt soll ja wissen, dass du vom besten Flecken
    auf Erden kommst, den größten Film gedreht oder das tollste Auto gebaut hast.
    Worum es auch immer geht, der Hype ist alles, das Werben, das Marketing, die
    Promotion. Es kommt immer darauf an, dass die Leute wissen, was du zu bieten
    hast.“
    Der deutsche Werbegrafiker und langjährige Freund von Walter Gropius, Carl Ernst
    Hinkefuß, die markanteste und führende Persönlichkeit auf dem Gebiet des
    Werbewesens im Deutschland des 1. Drittels des 20. Jahrhunderts, Verfasser und
    Herausgeber mehrerer Publikationen und der Zeitschrift „Qualität“ sowie Gründer und
    Leiter der Firmen „Wilhelmwerk“ und „Internatio GmbH“ mit Wihnsitz in Berlin und
    Fürstenberg schrieb in seinem Buch „ 10 Jahre deutsche Werbe-Graphik“ von 1923 :
    „Man lehne sich nicht an, bilde nicht nach, schaffe Neues! “
    Daraus schlussfolgernd ist festzustellen: Werbung, das sich Darstellen, ist mehr den
    je lebenswichtig, kleinformatiges Darstellen oder das benutzen von abgegriffenen
    überall vorkommenden Angeboten kann hier nicht die Lösung sein, möchte man ein
    attraktives und wirtschaftliches Juwel schaffen, wobei hier Fürstenberg konzeptionell
    als ganzes gemeint ist.
    Diese so löbliche Idee des Wettbewerbes zum Kunstobjekt sollte als Initialfunken
    angesehen werden, um ein über den Standort der ehemaligen Kurverwaltung
    hinausgehendes Mittel- bis langfristiges und dadurch nachhaltiges Konzept, einen Masterplan zu entwickeln und zu erarbeiten im Zusammenhang mit der gesamten Stadt, welcher als Leitfaden für alle in diese Richtungen gehenden Intensionen und Investitionen gelten kann für die nächsten Jahrzehnte und diese Zielgericht über die Zeit zusammenführt zu einem am Ende des Tages einheitlichem, Ganzen und funktionierenden.
    Wie schnell die Zeit vergeht, zeigen die letzten 24 Jahre seit der Maueröffnung.
    Es ist nie zu spät.
    Ausführungsprinzipien:
    – offene Lösung , Reduktion des Gebäude auf die markanten Pfeiler mit Unterzügen
    somit weg vom Gebäude und hin zum begehbaren Objekt mit Pavilloncharakter
    -die Pfeiler-Basis stellt somit den historischen Bezug dar,
    – das darauf sitzende Dach stellt den modernen Bezug dar und wird komplett ausgetauscht gegen eine neue und markante, moderne Konstruktion/Gestaltung,( welche im Detail dann zu entwerfen ist) welches somit optisch den Eyecatcher, die Kunstattraktion schafft, den modernen Teil auf der Basis des historischen Background der Pfeiler,
    – als zusätzliche und ergänzende moderne Komponente wird das Gebäude mit moderner LED-Technologie versehen, so das durch die „Lichtspiele“ mit farbigen Stimmungsbildern und bewegten Farbverläufen allabendlich das Kunstobjekt zusätzlich zum Lichtobjekt wird, welches tagsüber so kaum wahrnehmbar, jedoch Abends und nachts in Betrieb einen absoluten Höhenpunkt und Besuchermagneten bildet. Somit könnten Besucher angezogen werden, zu den allabendlichen
    Mini-Licht Shows mit festem uhrzeitlichen Startermin, welche dann fortführende Angebot der Stadt (Gastronomie, Veranstaltungen etc.) nutzen und es kann als
    Ausgangspunkt für „Nachwächterrundgänge“ etc. dienen .
    Im Objekt selbst beginnt hier ein Leitsystem für Besucher, welches sich in der gesamten Stadt wiederfinden sollte.
    Weiterhin wird die Stadt in vielfältiger und informeller Weise repräsentiert
    und den Besucher werden zusätzlich die wichtigsten Kerninformationen leicht zugänglich und vielleicht interessant verpackt geboten, welche jeder noch unorientierte neue Besucher in einer Stadt oder Region benötigt, wie :
    wo kann ich essen, trinken und schlafen,(Gastronomie, Hotel) wo bekomme ich dafür Geld her (Bank) und wir komme ich da überall hin (Taxi, Bus , Bahn) und was kann ich noch machen (Events, Veranstaltungen, Kino, Theater etc.)
    Alles in Selbstbedienungsform festinstalliert ( Touchscreen, Infoterminal etc. Plakate, Modelle etc.) und mitnehmbar als Flyer etc. wodurch dies weiterhin als Werbeplattform aller in der Region ansässigen dienen kann.
    Die Entwicklung dieses Gesamtkonzeptes und die Ausformulierung der einzelnen Highlights und Einzelgestaltungen wäre die nächste nun folgende und umfassende planerische Aufgabe .

  19. Jürgen Gröschl 17. April 2013 um 17:58

    Mit Freude habe ich persönlich zur Kenntnis genommen, wie sich die seit dem 02. März entstandene Stagnation durch meine Meinungsveröffentlichung vom 12.März in einen fast, im zweitägigen Rhytmus stattfindenden, stetigen und fruchtbringenden Meinungsbildungsprozess gewandelt hat. Manchmal ist es auch gut, wenn Menschen, wenn auch vielleicht etwas provokant, durch gewagte Ideen zum Mitreden angeregt werden.
    Natürlich kann dieses kleine Häuschen nicht alles auffangen, was an Ideen und Meinungen bisher auf dem Tisch liegt. Aber im Kern haben meiner Meinung nach die Aspekte der Familie Heymann, des Ehepaares Solf, teilweise von Frau Domscheit-Berg und vor allem des CDU Stadtverbandes/Marco Manske den richtigen Ansatz.
    Man schaue sich in der Stadt um, um beispielweise festzustellen:
    1. Es existiert eine bundesweit anerkannte Touristinfo im Zentrum der Stadt mit integriertem Regionalladen.
    2. Es existiert ein bekanntes und anerkanntes Forstmuseum mit einer forsthistorischen Ausstellung und anderen themenrelevanten Angeboten.
    3. Es existieren in unmittelbarer Nachbarschaft und im Stadtzentrum mehrere gastronomische Einrichtungen.
    4. Es existiert im Stadtzentrum ein Fahrradshop mit Fahradverleih.
    5. Für Waren des täglichen Bedarfs haben wir mittlerweile drei Supermärkte, zwei davon im Stadtzentrum und einen Wochenmarkt am Donnerstag.
    6. Noch existiert eine „Alte Burg“, die aus ihrem Dornröschenschlaf bisher nicht erweckt wurde. Was wird eigentlich aus ihr?
    7. Es existiert ein im Umbau befindliches Schloss, das hoffentlich bald sein Wellnessprogramm deutschlandweit anbietet.
    8. etc, etc und, es ist alles fußläufig sehr schnell erreichbar.
    Das bedeutet doch nichts anderes, dass für dieses Objekt am Bahnhof eine Gastronomie, eine Verkaufshalle für Kunst und ähnliche Ambitionen, für Waren des täglichen Bedarfs oder gar eine Fahradverleihstation nicht in Frage kommen kann. Wenn man sein städtisches Potential mit vorgenannten Themen nur auf dieses kleine Gebäude reduziert, werden wir der Sache nicht gerecht.
    Wenn das Forstmuseum als unser naturbezogener Anziehungspunkt, die Burg vielleicht einmal als ein soziokulturelles Zentrum mit Heimatmuseum, die Touristinfo als das tourismusbezogene Zentrum und das kleine Gebäude am Bahnhof einfach als ein Ort der freundlichen Begrüßung und des „Auf Wiedersehens“ wirkt, erleben wir vielleicht die Vielfalt dieses Kleinods. Und es stimmt schon garnicht, dass sich Bahn- und Busreisende nur in äußerster Eile befinden.
    Ein Beispiel ist hier das „Müritzeum“ in Waren/Müritz. Eine gewagte Architektur unmittelbar in der Nähe des Bahnhofs und am Rande der Altstadt gebaut. Jedoch hat dieses Objekt eindeutig seine Funktion als informelle Quelle für das Leben der Tierwelt im Wasser, auf dem Lande und in der Luft. Da beißt sich nichts mit den vielfältigsten kulturellen, sportlichen und touristischen Angeboten der Stadt. Hier sehe ich die Verbindung zum Forstmuseum, das vielleicht auch mal über die Erweiterung seiner Palette hinsichtlich eines „Haveleum“ nachdenken sollte, anstatt sich zur 2. Touristinfo aufzuschwingen.
    Nur diese Vielfalt, für die das Gebäude am Bahnhof eine Lenkungsbestimmung haben sollte, kann uns interessant machen. Auch das von Frau Domscheit-Berg vorgeschlagene überdimensionale Fahhrad als Kunstobjekt vor dem Gebäude würde da meine volle Zustimmung finden.
    Eine Fremdbewirtschaftung kommt nicht in Frage. Hier sehe ich die Regio Nord GmbH in der Pflicht, mit der sich die Stadt Fürstenberg/Havel und unser Tourismusverein vertraglich verbunden hat.
    Abschließend möchte ich vorschlagen, nicht so sehr die vorgegebenen 50.000,00 € im Blick zu haben. Das, was uns als Tourismusstandort entscheidend voran bringen wird, ist das Primäre. Für alles andere gibt es immer Lösungen. Ein mehr an Wirtschaft und damit Arbeitsplätze wird es nicht geben. Tourismus und Wohnen ist das A und O für Fürstenberg/Havel, so, wie es andere um uns herum vormachen. Ich wünsche dem Objekt eine zielführende Bestimmung.

  20. Moderatorenteam 17. April 2013 um 23:59

    Liebe Ideengeber,

    wir bedanken uns für Ihre zahlreichen und vielfältigen Beiträge zur Gestaltung des Gebäudes der ehemaligen Kurverwaltung am Bahnhof. Ihre Ideen werden am Werkstatt-Tag am 18. April 2013 präsentiert und vertiefend diskutiert. Die Ergebnisse dieser Ideenwerkstatt werden abschließend hier veröffentlicht.

    Wir freuen uns auf Ihre weitere aktive Beteiligung an diesem Projekt.

    Ihr Moderatoren-Team